Leistungen

Für Kinder

Hodenhochstand

Zu den häufigsten Anomalien des Urogenitaltraktes zählt der Hodenhochstand (Maldescensus testis). Er tritt ungefähr bei ca. 4% der männlichen Neugeborenen und etwas häufiger bei Frühgeborenen auf. Bei dieser Veränderung liegen einer oder beide Hoden zum Zeitpunkt der Geburt nicht im Hodensack. Sofern sie überhaupt angelegt sind befinden sich die Hoden beim Hochstand irgendwo zwischen Anlage- und Zielort. Ursache können anatomische Veränderungen des Samenstranges oder Leistenkanals sein, manchmal auch hormonelle Störungen mütterlicherseits oder auf Seiten des Kindes sowie eine erbliche Veranlagung. Man unterscheidet den Pendelhoden, Gleithoden, Leistenhoden, Bauchhoden oder gar die fehlende Hodenanlage (Anorchie).

In den meisten Fällen liegt der Hoden beim Hodenhochstand tastbar im Leistenkanal, nur in etwa 8% der Fälle befindet er sich noch im Bauchraum. Zeitpunkt der Diagnostik, Alter des Kindes, Ursache der Veränderung und Lokalisation der Hoden entscheiden über die Therapie.

Diese sollte allerdings möglichst frühzeitig abgeschlossen sein um das Risiko von Folgeschäden zu vermeiden

Phimose

Wenn sich die Vorhaut nicht vollständig über die Eichel nach hinten ziehen lässt, spricht man von einer Vorhautverengung (Phimose).

Bei kleinen Jungen gibt es häufig eine gewisse Enge, welche sich allerdings bis zum Vorschulalter langsam geben sollte. Erst wenn dieser Zustand noch anhält wird die Verengung als krankhafte Veränderung angesehen. 

Häufig entstehen diese Verengungen auch nach Infektionen oder sind Folge von Verletzungen. Dann entstehen oft Narben, welche eine weitere Verengung begünstigen.  Durch einen kleinen, ambulant durchführbaren Eingriff (Zirkumzision) lässt sich das Problem leicht beheben. 

Bei der klassischen Zirkumzision wird die Vorhaut vollständig entfernt, so dass die Eichel dann komplett frei liegt.

Verkürzung des Vorhautbändchens

Das sogenannte Vorhautbändchen stellt die Verbindung zwischen Vorhaut und Eichel dar. 

Trotz ausreichend weiter Vorhaut kann es bei Erektion zu Schmerzen in diesem Bereich kommen. Die Gründe hierfür können angeboren oder erworben sein. 

Oft kommt es durch die Verkürzung zu wiederholten Einrissen des Bändchens, teilweise mit starken Blutungen. 

Die Therapie der Wahl bei zu kurzem Bändchen oder bei Zustand nach Einriss sollte die Op, die Frenulumplastik, sein. 

Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung und besteht aus einer Durchtrennung und plastischen Rekonstruktion des Bändchens. Das benutze Nahtmaterial ist selbstauflösend und muss nicht entfernt werden. 

Einnässen

Als nächtliches Einnässen (Enuresis) wird der unkontrollierte Urinverlust im Schlaf nach dem 5. Lebensjahr zweimal oder öfter pro Monat bezeichnet. Bis zu diesem Lebensalter kommt ein Einnässen noch bei einem Drittel der Kinder vor. Eine Spontanheilung tritt bei ca. 15% der Kinder pro Jahr auf, so dass von den 11-12 jährigen noch knapp 7% betroffen sind. Ursächlich können genetische Faktoren sein, ein nicht wahrnehmen des Harndranges während des Schlafs, unausgewogene Trinkgewohnheiten sowie Stresssituationen in Familie und Schule.

Harninkontinenz dagegen bezeichnet den ungewollten Urinverlust am Tage. Um das Problem Ihres Kindes zu klären werden wir ein Gespräch führen und eine körperliche Untersuchung durchführen. Die Nieren und die Harnblase werden mittels Ultraschall untersucht. Ggf. erfolgt auch eine Urinanalyse sowie die Einweisung in das Führen eines Miktionsprotokolls über mindestens 4 Tage hinweg. In seltenen Fällen sind weitere apparative Untersuchungen nötig, hierzu arbeiten wir eng mit den kinderurologischen Kliniken in Erlangen und Nürnberg zusammen. 

Häufig kommt der Verhaltenstherapie eine große, nicht zu vernachlässigende Bedeutung zu, die immer an erster Stelle vor Einleitung weiterer Maßnahmen stehen sollte.

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Dr. med. Tim Bartschat
Facharzt für Urologie
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